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TUF: Führungskultur sichtbar machen – im Gespräch statt im Formular
Führungskultur lässt sich nicht mit fünf Skalenpunkten einfangen. TUF als KI-Interview gibt Mitarbeitenden Raum, konkrete Situationen zu beschreiben – und liefert Ergebnisse, die Organisationsentwickler sofort nutzen können.
Das Problem mit Führungsfeedback
Die meisten Führungsbefragungen scheitern nicht an der Methode, sondern am Format. Eine Fünf-Punkte-Skala zu einer Aussage wie *Unsere Besprechungen sind gut vorbereitet* (Beispielaussage – nicht aus dem Verfahren) produziert eine Zahl. Was sie nicht produziert: den Kontext. Lag es an der Teambesprechung am Montag? Am Abstimmungstermin, der zweimal verschoben wurde? An der Unterlage, die erst kurz vorher kam?
Ohne Kontext bleiben Führungsfeedbacks das, was sie meistens sind: höfliche Durchschnittswerte, die niemanden wirklich weiterbringen. Führungskräfte wissen danach, dass sie „mal besser kommunizieren“ sollten. Was genau sie ändern sollen, bleibt offen.
TUF im Gesprächsformat
TUF (Test zur Untersuchung des Führungsverhaltens) ist ein validiertes Verfahren, das Führungsverhalten systematisch erfasst. Als KI-Interview ändert sich nicht die Methode, sondern das Erhebungsformat. Statt Items anzukreuzen, beschreiben Teilnehmende konkrete Situationen in eigenen Worten.
Die KI ordnet diese Aussagen den Dimensionen des Verfahrens zu – Aufgabenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Partizipation, Kommunikation. Jeder Skalenwert wird mit konkreten Textstellen belegt. Das Ergebnis ist nicht nur eine Zahl, sondern eine nachvollziehbare Begründung.
Für Organisationsentwickler bedeutet das: Statt einer abstrakten 3,2 auf „Kommunikation“ steht da eine konkrete Beschreibung, was in welcher Situation als unklar erlebt wurde. Daraus lassen sich Maßnahmen ableiten, die tatsächlich greifen.
In der Praxis
Ein typischer Einsatz: Eine Organisation plant eine Führungsentwicklungs-Initiative und braucht eine Baseline. Statt eines klassischen 360°-Fragebogens setzt sie TUF als KI-Interview ein. 40 Mitarbeitende erhalten einen Link, investieren jeweils 25–35 Minuten und beschreiben ihre Erfahrungen mit der Teamführung.
Die Auswertung liefert zwei Ebenen: erstens die Skalenwerte pro Dimension. Und zweitens die qualitativen Zusatzinformationen – konkrete Beispiele, die zeigen, wo die Hebel liegen. In vielen Fällen ersetzen diese Erkenntnisse den sonst nötigen Workshop zur Ergebnisvertiefung.
Für wen
TUF als KI-Interview eignet sich besonders für: Führungsentwicklungsprogramme die eine belastbare Baseline brauchen, regelmäßige Führungsfeedbacks die mehr als Durchschnittswerte liefern sollen, und Organisationen die ihre Führungskultur verändern wollen – und dafür verstehen müssen, wo sie heute stehen.
Nächster Schritt
Sprechen Sie mit uns über Ihren konkreten Anwendungsfall. Wir klären gemeinsam, ob TUF das richtige Verfahren ist, und zeigen Ihnen, wie das Interview in der Praxis aussieht.